Professor Kowalczyk: Förderndes Mitglied

Hanau 06.10.2015. Die Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde hat Professor Dr. Gotthardt Kowalczyk als Förderndes Mitglied aufgenommen. Der seit März 2007 im Ruhestand befindliche Professor für Allgemeine und Regionale Geologie, Universität Frankfurt, habe sich außerordentliche Verdienste um die Gesellschaft erworben, wie der Vorsitzende Dr. Günter Seidenschwann gestern Abend bei der Überreichung der Urkunde im Kulturforum Hanau sagte.

Mit der Verleihung der fördernden Mitgliedschaft würde anerkannt, dass der damit Geehrte aus dem Bestand der Universität mehrere Sammlungsschränke sowie permzeitliche Gesteine und Fossilien ohne Berechnung überlassen habe. Kowalczyk, einer der besten Kenner vor allem der Rotliegendzeit (Erdaltertum), hat über Jahrzehnte hinweg systematisch eine umfangreiche Sammlung erdgeschichtlicher Zeugnisse aus unserer weiteren Umgebung aufgebaut. Dieses wichtige Dokumentationsmaterial wäre wegen des Umzugs des Geologischen Instituts an den Riedberg und der damit verbundenen Verkleinerung der Universitäts-Räumlichkeiten entsorgt worden. Zudem habe Kowalczyk eine Reihe geologischer Exponate aus seiner Privatsammlung in die Anfang Mai im Goldschmiedehaus Hanau zu Ende gegangene, drei Monate dauernde Ausstellung der Wetterauischen Gesellschaft „Rot und Weiß – die Farben des Perms“ eingebracht und so zur Vielfalt der dort gezeigten Stücke erheblich beigetragen. Zur Freude des zu seiner Überraschung Geehrten sind mit dieser Auszeichnung keine Verpflichtungen verbunden, denn Fördernde Mitglieder sind bei dem Verein von Beitragszahlungen befreit.

 

Umzug ins Kulturforum Die Wetterauische Gesellschaft ist umgezogen!

September 2015. Nachdem unsere Bibliothek sehr lange Zeit am Schlossplatz untergebracht war, wurden unsere Räumlichkeiten nun zum Freiheitsplatz ins neue Forum Hanau verlagert. Dort haben wir in der 2. Etage (Kulturforum) zwei Räume sowie ein Magazin für die Bibliothek bezogen. Unsere neue Anschrift lautet:

Wetterauische Gesellschaft, Am Freiheitsplatz 18a, 63450 Hanau.

 

Die bisherige Öffnungszeit wurden auf Mittwoch 15:00 - 19:00 Uhr ausgedehnt. In diesem Zeitraum - sowie nach Vereinbarung - sind Vorstandsmitglieder anwesend und freuen sich auf Besuch. Unsere Vorträge im Winterhalbjahr finden ebenfalls im Kulturforum statt.

 

April 2015. Eine Auflistung von Literatur und Fossilienbildern zum Vortrag "Haie, Saurier und Co. - ein Süßwassersee bei Dreieich vor 290 Millionen Jahren", gehalten von Wolfgang Ott am 30.03.2015, ist nun verfügbar.

Die Zusammenstellung kann hier eingesehen werden.

 

Pressebild Perm Kurzfuehrer

März 2015. Noch bis zum 7. Mai läuft im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau eine Ausstellung zum Erdzeitalter Perm. Die Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zeigt im Goldsaal vielfältige Exponate, die Rückschlüsse auf die Landschaft und Lebewelt unserer Region vor 300 bis 250 Millionen Jahren zulassen. Längst vergangene Wüsten, Meere und Hochgebirge, aber auch Tiere und frühe Landpflanzen haben ihre Spuren hinterlassen.

Die Ausstellung trägt den Titel „Rot und Weiß – die Farben des Perms“; dies beschreibt plakativ die Zweiteilung des Perms in das ältere Rotliegend (mit typischerweise roten Gesteinen) und den jüngeren Zechstein (mit eher weißen Gesteinen). Um die Themen der einzelnen Vitrinen ausführlicher darstellen zu können und auch übergreifende Zusammenhänge zu beschreiben, liegen seit Beginn der Ausstellung ergänzende Texte aus. Auf vielfachen Wunsch wurden diese Texte nun in Form einer reich bebilderten Broschüre gedruckt. Dieser Kurzführer ist seit Ende März gegen eine Schutzgebühr erhältlich.

Hinweise zur Ausstellung: Deutsches Goldschmiedehaus, Altstädter Markt 6, 63450 Hanau. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 17 Uhr. Eintritt 3 EUR.

Ausstellung vom 1. Februar – 7. Mai 2015 im Goldschmiedehaus Hanau

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag, 11:00-17:00 Uhr. Eintritt: 3,00 € (ermäßigt 2,00 €)

Die Ausstellung wirft Schlaglichter in eine ferne Vergangenheit vor über 250 Millionen Jahren. Längst vergangene Wüsten, Meere und Hochgebirge, aber auch Tiere und frühe Landpflanzen haben ihre Spuren hinterlassen. Das Ende des Erdaltertums, das Perm, ist von Gesteinen geprägt, die sich typischerweise in ihren Farben unterscheiden: rot das Rotliegend, weiß der Zechstein. Manche der Gesteine sind für uns als Rohstoff interessant – andere besonders ästhetisch!

Flyer zur Ausstellung mit weiteren Informationen

 FischRegentropfenSalzTatze

 Als inhaltliche Begleitung der Ausstellung finden (ebenfalls im Goldschmiedehaus) drei Vorträge statt:

Im Rahmen des Begleitprogramms werden folgende Exkursionen angeboten:

Zur Ausstellung ist ein Kurzführer erschienen. Nach Beendigung der Ausstellung wurden verschiedene Eindrücke und alle Ausstellungsstücke online als Bildergalerie verfügbar gemacht.

Das Thema "Perm" wird auch nach der Ausstellung nicht vernachlässigt:

 

Dezember 2014. Das Jahresprogramm 2015 der Wetterauischen Gesellschaft liegt vor. Wie gewohnt finden in den Wintermonaten Vorträge statt, sowie im Sommerhalbjahr einige Exkursionen.

Besonders hinweisen möchten wir auf die Anfang des Jahres 2015 stattfindende Ausstellung "Rot und Weiß - die Farben des Perms", Eröffnung am 1. Februar, und auf das Begleitprogramm zur Ausstellung mit Vorträgen und Exkursionen.

Einzelheiten und Beschreibungen zu den Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Quelle JudenbornAugust 2014. Die Quellen entlang des Berger Rückens von Seckbach bis Bergen-Enkheim waren Ziel einer Exkursion am 16.08.2014. Biologe Thomas Andres zeigte verschiedene Quellen und erläuterte ihre Entstehung und ökologische Aspekte. Neben eher naturnah gestalteten Quellen wie dem „Alteborn“ in Seckbach oder dem renaturierten Quellbereich Enkheimer Mühlbach, wurden auch fast nicht mehr wahrnehmbare Quellen aufgesucht, die überbaut wurden.

Grund für die vielen Quellen ist eine wasserstauende Schicht im Berger Rücken, so dass das Grundwasser seitlich austritt und abfließt. Historisch wurden die Quellen zum Betrieb von Mühlen und zur Wassergewinnung genutzt. Heute stellen Wasseraustritte für die dichter gewordene Besiedlung eher ein Problem dar. Dementsprechend wird versucht sie mittels baulicher Maßnahmen abzuleiten. Wo es sich anbietet, werden Quellen und ihre Abflüsse auch in die Gestaltung von Gärten einbezogen und sind nicht mehr zugänglich.

Die einzige Quelle auf der Wanderung, an der tatsächlich eine quelltypische Vegetation zu finden war, ist der Quellbereich im Naturschutzgebiet Enkheimer Mühlbach; dieser vermittelt mit seinem beeindruckenden Bestand von Riesenschachtelhalm einen urtümlichen Landschaftseindruck. Viele der Quellen des Berger Rückens sind durch den Quellenwanderweg des Frankfurter Grüngürtels erschlossen, dem auch die Exkursion weitgehend folgte. Auf halber Strecke besuchte die Gruppe das MainÄppelHaus Lohrberg, stärkte sich in dessen Bistro und informierte sich im Rahmen einer Führung rund um das Thema Streuobst.

 

Juli 2014. Dieses Jahr ging die Mehrtagesfahrt der Wetterauischen Gesellschaft in die nordhessische Region zwischen Korbach und Bad Wildungen. Vom 2. bis 5. Juni führte uns die Busexkursion rund um den Edersee und in den Kellerwald, ins Land der urigen Buchen.

Einen ausführlichen und bebilderten Bericht (von Wolfgang Ott) finden Sie hier.

 

JBer2014Im Mai 2014 fanden die 2. Hanauer Naturkundetage statt. Veranstaltungsort und Thema war diesmal der Spessart. Die Veranstaltung gliederte sich in einen Vortragstag und einen Exkursionstag.

Am ersten Tag gab es in Bieber acht Vorträge zu unterschiedlichen Themen der Naturkunde. Am zweiten Tag fand von Bieber ausgehend eine Exkursion statt, in der ebenfalls verschiedene naturkundliche Aspekte zum Tragen kamen.

Einen ausführlichen Bericht zu den Naturkundetagen finden Sie hier.

Anlässlich dieser Naturkundetage erschien auch der neue Band unserer Jahresberichte als "Themenband Spessart". Dieser Band ist reich bebildert und umfasst auf 300 Seiten 21 Artikel ausgewiesener Kenner des Spessarts. Der Band ist erhältlich in der Geschäftsstelle sowie bei unseren Veranstaltungen. Er kostet 10 EUR. 

Außerdem sei auf die früheren Ausgaben der Jahresberichte verwiesen, die ebenfalls noch zu haben sind.

 

HottenrottMFebruar 2014. Die Wetterauische Gesellschaft beklagt den Verlust eines wertvollen freiwilligen Mitarbeiters und sympathischen Menschen. Herr Dr. Martin Hottenrott, Experte für Palynologie am Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie, war unserer Gesellschaft lange Jahre verbunden. Sein stilles Wirken mündete u.a. in wissenschaftliche Beiträge in unseren "Jahresberichten". Zuletzt hat er neben einem Aufsatz (zusammen mit W. Schiller) im "Sonderband Tertiär" auch die Vorbereitung und Durchführung der Tertiärausstellung unterstützt.

Die Beisetzung fand unter der Anteilnahme vieler Weggefährten am 22.10.2013 auf dem neuen Friedhof von Wetzlar-Brückenborn statt.

REQUIESCAT IN PACE


Ein Nachruf auf Dr. Martin Hottenrott von W. Schiller & E. Martini, der zusätzlich ein Verzeichnis der Schriften von Dr. Martin Hottenrott beinhaltet, kann hier eingesehen werden.

 

 

 

INEPOJuli 2013. Nach einer erfolgreichen Teilnahme am Bundesumweltwettbewerb 2012 sind Max Wüstehube, Paul Zeiger und Jens Winarske zur "International Environmental Project Olympiad" (INEPO) nach Istanbulul eingeladen worden. Vom 18. bis zum 20. Mai 2013 stellten sie dort ihr Projekt zum Thema "Flooding - an Upcoming Issue for Hanau and the Main-Kinzig Area" vor. Die INEPO ist ein internationaler Wettbewerb für Umweltprojekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Sozialwissenschaften und Medizin, der vom privaten Fatih College ausgerichtet wird.

Max Wüstehube, Paul Zeiger und Jens Winarske erweiterten ihr 2010 begonnenes Projekt in der Vergangenheit mehrfach und nahmen an diversen Wettbewerben teil. Sie beschäftigten sich dabei mit der Bedeutung, die das Einzugsgebiet im Main-Kinzig-Kreis und im Stadtgebiet von Hanau für ein Hochwasser spielt, mit welchen Maßnahmen eine Verbesserung desderzeitigen Hochwasserschutzes erreicht werden kann, und sprachen mit Fachleuten und Politikern über eine Umsetzung ihrer Vorschläge. Betreut wurde die dreiköpfige Gruppe von Dr. G. Seidenschwann, Wetterauische Gesellschaft. Die Wetterauische Gesellschaft unterstützte die Schüler und Studenten in vielfältiger Weise und ermöglichte es, erarbeitete Inhalte in eine professionelle Form zu bringen.

 

Ausstellung im Goldschmiedehaus Hanau vom 18.11.2012 - 10.01.2013

Die Ausstellung bietet eine Reise in das bunte und ereignisreiche Tertiär. Dieses Erdzeitalter war unter anderem geprägt von tropischem Klima, Meeresvorstößen und Vulkanismus. Es legte die Basis für unsere heutige Landschaft. Sande, Kalke, Basalte, Roterden und Braunkohlen sind Zeugen dieser Zeit. Mit zahlreichen Fundstücken werden in der Ausstellung künstlerische Aspekte beleuchtet, aber auch die Bedeutung des Tertiärs für den Menschen dargestellt. Die Ausstellung ist Dr. Johannes Mehl (1951-2008) gewidmet.

Ort: Goldschmiedehaus Hanau, Altstädter Markt 6. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11:00-17:00 Uhr. Eintritt: 2,50 € (ermäßigt 1,50 €).

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier ansehen.

Begleitprogramm:

Sonntag 18.11.2012, 11:30 Uhr im Goldschmiedehaus.
Eröffnung der Ausstellung "Tertiär – das bunte, bewegte Zeitalter" (Dr. Günter Seidenschwann)

Montag 03.12.2012, 19:30 Uhr im Goldschmiedehaus.
Vortrag "Das Tertiär. Ein erdgeschichtlicher Überblick und unsere Beiträge aus der Wetterau" (Prof. Dr. Peter Prinz-Grimm)

Donnerstag 13.12.2012, 19:30 Uhr im Schloss Philippsruhe.
Vortrag "Vom Haifisch bis zum Ahornblatt. Tertiäre Fossilfunde aus Baustellen des Hanauer Beckens" (Wolfgang Ott)

Montag 07.01.2013, 19:30 im Goldschmiedehaus.
Vortrag "Die geologische Entwicklung der Hanau-Seligenstädter Senke" (Dr. Stefan Lang)

Ährenfisch Grabenbruch Quarzitschale

 

→ Zur Ausstellung ist eine Fotostrecke verfügbar, sowie der Text des Banners.