Vortrag von Dr. Hilke Steinecke
Montag 5.01.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a
Spannendes über die Kulturgeschichte der Tulpe präsentiert Dr. Hilke Steinecke, Kustodin des Frankfurter Palmengartens, mit vielen farbenprächtigen Fotos. Holland ist nicht nur das Land der Holzschuhe, Windmühlen und des Käses. Hier werden auch die meisten Tulpen und andere Blumenzwiebeln angebaut, die später unsere Gärten zieren. Zur Hauptblütezeit der Tulpenfelder, im April, wirkt die Landschaft wie ein bunter Flickenteppich. Warum ist eigentlich Holland DAS Tulpengebiet und wie werden die Tulpen dort angebaut? Viele Gärten locken im April mit ihrer Tulpenpracht. Nicht nur der Keukenhof ist einen Besuch wert, im Hortus Bulborum ist noch die älteste Tulpensorte, die rot-gelbe ‘Duc van Tol‘ erhalten.
Bild: Poldertuin, ein Frühlingsblumenpark in Anna Paulowna, Nord-Holland © Dr. Hilke Steinecke
Vortrag von Martin Schroth
Montag 12.01.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a
Bugey, eine vom Tourismus kaum entdeckte Region in Frankreich, als ein Paradies für Naturfreunde, Biologen und Geologen stellt Martin Schroth vor. Im von den Flüssen Rhone und Ain begrenzten Südteil des Französischen Juragebirges gibt es großartige Landschaften mit gewaltigen Schluchten, urigen Mooren und tosenden Wasserfällen zu entdecken. In dieser dünn besiedelten Region mit ihren großen Wäldern ist viel ungestörte Natur erhalten geblieben. In den gesunden Bergwäldern leben große Bestände von Rehen, Hirschen und Gämsen. Deshalb gehören auch Wölfe und Luchse wieder zu dieser gesunden Wildtiergemeinschaft.
Bild: Wasserfall in dem Bugey © Martin Schroth
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Deutsch
Montag 2.02.2026, 19:30 Uhr – Forum der Hohen Landesschule Hanau, Alter Rückinger Weg 53

Algen sind für das Leben auf der Erde von zentraler Bedeutung. Als Nathanael Pringsheim im 19. Jahrhundert erstmals die sexuelle Fortpflanzung bei Algen nachwies, stellte dies eine wissenschaftliche Sensation dar. Mit Hilfe des Mikroskops eröffnete er den Blick auf eine bislang verborgene Welt und machte deutlich, dass Sexualität kein exklusives Merkmal höherer Lebewesen ist, sondern ein universelles Prinzip des Lebens.
In seinem Vortrag stellt Andreas Deutsch sein neues Buch vor, das dem jüdischen Wissenschaftler Nathanael Pringsheim und seiner wegweisenden Forschung an der Schwelle zur modernen Biologie gewidmet ist. Der Vortrag verbindet Wissenschaftsgeschichte, Biografie und Erkenntnisgeschichte zu einem Porträt eines Forschers, dessen Arbeiten unser Verständnis von Leben nachhaltig geprägt haben.
Referent: Prof. Dr. Andreas Deutsch, Abteilungsleiter am Center for Interdisciplinary Digital Sciences (CIDS) der Technischen Universität Dresden. Der mathematische Biologe erforscht die Entstehung von Tumoren und biologische Musterbildung mithilfe mathematischer Modelle und interessiert sich für die Geschichte der Biologie.
Bild: Befruchtungsakt der Goldgelben Alge (Vaucheria sessilis) © gemeinfrei, Urheber N. Pringsheim 1855
Vortrag von Dr. Benoît Sittler
Mittwoch 18.02.2026, 19;30 Uhr – Forum der Hohen Landesschule Hanau, Alter Rückinger Weg 53

Einblicke aus einer Langzeituntersuchung im North-East Greenland National Park
An kaum einem Ort sind die Folgen des Klimawandels so spürbar wie in der Arktis. Eine Langzeitforschung der Universität Freiburg von mehr als dreieinhalb Jahrzehnten liefert neue Einblicke in die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen des hocharktischen Ökosystems. Das Untersuchungsgebiet im North East Greenland National Park ist der Lebensraum von Lemmingen und Schnee-Eulen und zugleich auch eines der Hauptwurfgebiete von Eisbären. Die Realität des schleichenden Wandels stellt für viele der bisher so gut an den arktischen Lebensraum angepassten Arten eine neue Herausforderung dar.
Bild: Schnee-Eulen-Paar mit erbeutetem Lemming, Grönland © Gilg-Sabard
Vortrag von Dr. Julia Krohmer
Montag 2.03.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Der Klimawandel beschert uns immer heißere Sommer. Die Innenstädte werden zu Hitzehotspots, die Aufenthaltsqualität sinkt – bis hin zu gesundheitsgefährdenden Temperaturen für Mensch und Tier. Was müsste geschehen, damit die Städte auch in heißen Sommern bewohnbar bleiben? Eine Lösung: Mehr Stadtnatur. Pflanzen in der Stadt sind nicht nur natürliche Klimaanlagen, sondern verbessern auch die Wasserversickerung, sorgen für mehr biologische Vielfalt und machen uns glücklicher und gesünder. Was können Bürger:innen und politisch Verantwortliche tun, um im Großen wie im Kleinen mehr Natur in die Städte zu bringen? Denn jeder Quadratmeter zählt.
In Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Dr. Julia Krohmer ist promovierte Geoökologin und Botanikerin. Sie ist seit 15 Jahren bei der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Bereich Wissenschaftskoordination und Transfer tätig und beschäftigt sich inhaltlich in verschiedenen Projekten mit der großen und der kleinen Stadtnatur.
Bild: Stadtnatur im Palmengarten Frankfurt © Dr. Julia Krohmer
Mittwoch 11.03.2026, 19:30 Uhr – Franz-Weber-Raum, Kulturforum Hanau
Zur Mitgliederversammlung wird mit gesonderter Post eingeladen.
Vortrag von Dr. Stefan Schneckenburger
Mittwoch 25.03.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Im Jahr 1597 wurde in London in einer Auflage von etwa 800 Exemplaren ein Kräuterbuch gedruckt. Dieses "Herball" gehört zu dem 1% der umfangreichsten zwischen 1475 und 1640 in England gedruckten Bücher. Der Baderchirurg und Gärtnerbotaniker John Gerard übersetzte, überarbeitete und erweiterte ein flämisches Kräuterbuch, das mit aus Deutschland stammenden Holzschnitten auf aus Frankreich importiertem Papier gedruckt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert blieb dieses "europäische Buch" mit seinen fast 1600 Textseiten und etwa 2800 Holzschnitten ein Referenzwerk, das den Stil englischer Gartenbücher bis heute prägt.
Bild: Corona imperialis (Kaiserkrone) © Dr. Stefan Schneckenburger
Exkursion
Samstag 18.04.2026

Die Exkursion beginnt mit einem Spaziergang auf einem Teil des Karstlehrpfads, bei dem die Teilnehmer charakteristische Landschaftsformen von Karstgebieten entdecken. Nach der Mittagspause wird die Höhle besucht. Das 1993 entdeckte Herbstlabyrinth-Adventhöhlensystem ist das größte Höhlensystem Hessens. Aktuell sind bei einem Höhenunterschied von 102 m etwa 13 km Gesamtlänge vermessen worden. Nach dem Abstieg über 124 Stufen kann der umfangreiche Tropfsteinschmuck bewundert werden.
Beginn 11:00 Uhr, Abfahrt in Fahrgemeinschaften: 9:30 Uhr
Treffpunkt: wird noch bekannt gegeben.
Anmeldung erforderlich, da begrenzte Gruppengröße, Anmeldeschluss: 10.03.2026
Kosten: 8 Euro (bitte bei Anmeldung überweisen)
Festes Schuhwerk wird empfohlen
Bild: Breitscheider Höhle © Klaus-Peter Kappest
Exkursion mit Dr. Hasko Nesemann und Prof. Dr. Karl-Josef Sabel
Samstag, 02.05.2026

Der Hofheimer Waldgarten ist ein 4 km langer Lehr- und Unterrichtsgarten. Auf über 50 Informationstafeln werden biologische Themen zu Wald, Gewässern und Gartengestaltung vermittelt. Im Zoobetrieb können in Freigehegen verschiedene Tiere beobachtet werden. Der erdwissenschaftliche Wanderweg „Mensch und Erde“ mit 14 Informationstafeln erklärt die Erforschung der Taunuslandschaft im Tertiär und im Eiszeitalter, ihrer Sedimente, Landschaftsformen und Böden.
Beginn 11:00 Uhr, Dauer ca. 3 Stunden
Treffpunkt: Parkplatz am Hofheimer Waldfriedhof (Hubertuspfad 1, 65719 Hofheim am Taunus)
Anmeldung erforderlich, da begrenzte Gruppengröße, Anmeldeschluss: 2.04.2026
Kosten: 5 Euro (bitte bei Anmeldung überweisen)
Festes Schuhwerk ist notwendig und die Mitnahme von Regenschutzbekleidung wird empfohlen.
Bild: Kamerunschafe im Hofheimer Waldgarten © Dr. Hasko Nesemann
4.05. bis 10.05.2026
Im Juli 2025 wurde zur Mehrtagesexkursion nach Hiddensee eingeladen. Innerhalb weniger Tage war die Höchstteilnehmerzahl erreicht, weshalb keine weitere Anmeldung möglich ist.
Exkursion mit Heinz Schaan
Samstag 16.05.2026

Der Berger Hang stellt eine natürliche Barriere für den Lauf des Mains dar. Zahlreiche Überschwemmungsgebiete charakterisieren die Ebene zwischen Hanau und Frankfurt. Der bis heute bestehende Altarm des Mains, das Enkheimer Ried, ist ein Refugium für viele Tiere die den feuchten Lebensraum benötigen geblieben. Der Berger Hang, ein Kalk-Mergel-Lehmhang, ist mit seinen Magerwiesen und Streuobstflächen ein Eldorado für seltene Pflanzen, Vögel und Insekten sowie eine Vielzahl von Säugetieren. Die durch den Main gestaltete vielfältige Landschaft wollen wir bei unserer Exkursion erfahren.
Beginn 9:00 Uhr, Dauer ca. 3 Stunden
Treffpunkt: Riedbad Bergen-Enkheim (Fritz-Schubert-Ring 2, 60388 Frankfurt am Main)
Anmeldung erforderlich, da begrenzte Gruppengröße, Anmeldeschluss: 6.04.2026
Kosten: 5 € (bitte bei Anmeldung überweisen)
Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Bild: NSG Enkheimer Ried © Heinz Schaan
Exkursion mit Dr. Krister Smith
Montag 29.06.2026

Die Grube Messel war das erste UNESCO Weltnaturerbe Deutschlands. Sie beherbergt prächtige Fossilien aus dem letzten Treibhausalter des Weltklimas, dem Eozän. Vor etwa 47 Millionen Jahren wimmelte die Luft von Fledermäusen, Vögeln und Käfern, Schlangen versteckten sich im Gestrüpp und Krokodile sowie Schildkröten wärmten sich am Ufer des Messel-Maars. Wir tauchen in diese Welt ein, sehen, wo die Fossilien herkommen, und erfahren, wie die Grube Messel entstanden ist.
Im Anschluss kann die Fossilienausstellung im Besucherzentrum Welterbe Grube Messel (BIZ) individuell besichtigt werden. Dort ist auch ein Bistro vorhanden.
PD Dr. Krister T. Smith leitet die Abteilung Messelforschung am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt.
Beginn 11:00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Parkplatz des Besucherzentrums Welterbe Grube Messel (Roßdörfer Str. 108, 64409 Messel)
Anmeldung erforderlich, da begrenzte Gruppengröße, Anmeldeschluss: 29.05.2026
Die Teilnahme ist kostenlos.
Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Bild: Grube Messel © Senckenberg
Exkursion
Samstag 12.09.2026

Die Grube Wilhelmine in Sommerkahl im Kahlgrund ist das einzige Besucherbergwerk seiner Art in Unterfranken und gehört als Nr. 23 zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern. Das Kupferbergwerk wurde 1870 als „Grube Wilhelmine“ unter Einbeziehung älterer Stollen und Gänge im Schöllkrippener Gneis in Betrieb genommen und war mit mäßigem Erfolg bis 1924 in Betrieb. Zu sehen sind eine farbenprächtige Gneis-Felswand mit Kupfermineralien, historische Förderkörbe und Loren. Im gut erhaltenen Stollensystem sieht man Höhlenperlen, großflächige Versinterungen sowie grüne Malachit- und blaue Azuritüberzüge. Bohrlöcher und Hauspuren zeugen von schweren Arbeitsbedingungen. Die Besucherstrecke verläuft etwa 500 Meter weit in der 23-Meter-Sohle bei ebenerdigem Eingang in die Grube und ist auch bei leichter Gehbehinderung zu bewältigen. Kinder unter fünf Jahren dürfen das Bergwerk nicht betreten. Anschließend kann noch eine kleine Dauerausstellung besichtigt werden.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, in den nur zehn Fußminuten entfernten Forellengrill Röhl einzukehren
Beginn 11:00 Uhr, Dauer ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: Grube Wilhelmine (Wilhelminenstraße 67, 63825 Sommerkahl)
Anmeldung erforderlich, da begrenzte Gruppengröße, Anmeldeschluss: 12.08.2026
Kosten: 7 Euro (vor Ort zu bezahlen)
Bild: Grube Wilhelmine - Eingang © Dr. Peter Stock
Vortrag von Dr. Krister Smith
Montag 5.10.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Die Artenvielfalt des ehemaligen, vor 48 Millionen Jahre im Eozän entstandenen Maarsees von Messel ist atemberaubend. Bislang konnten 1.409 verschiedene Arten von Lebewesen nachgewiesen werden, Einzeller, Pflanzen, Pilze und Tiere. Diese Fossilien sind nicht nur faszinierende Zeugnisse der Evolution, sondern bieten auch einzigartige Einblicke in ein längst vergangenes Ökosystem, das unter ähnlich warmen Klimabedingungen existierte, auf die wir heute zusteuern. Die Geschichte, die sich hinter den Fossilien verbirgt, gleicht einem spannenden Naturkrimi – und hält noch viele Rätsel bereit.
PD Dr. Krister T. Smith leitet die Abteilung Messelforschung am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt.
Bild: Schlange Eoconstrictor fischeri aus dem eozänen Ölschiefer der Grube Messel © Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
Vortrag von Bastian Werner
Mittwoch 21.10.2026, 19:30 Uhr – Forum der Hohen Landesschule Hanau, Alter Rückinger Weg 53

Begleiten Sie Bastian Werner auf eine spannende Reise in das Herz der Tornado Alley in den USA – dem Hotspot für die heftigsten Unwetter der Erde. Als Stormchaser ist Bastian Werner jedes Jahr vor Ort, um Superzellen, riesige Hagelstürme und Tornados hautnah zu dokumentieren. In seinem Vortrag zeigt er eindrucksvolle Bilder und Videos direkt aus dem Auge des Sturms. Dabei erfahren Sie, wie Stormchasing funktioniert, welche Technik die Sturmjäger nutzen und welche Risiken sie dabei eingehen. Der Referent erklärt, wie Tornados entstehen, warum sie so schwer vorherzusagen sind und welche Dynamik hinter diesen gewaltigen Naturereignissen steckt. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Meteorologie, Naturgewalten und echte Abenteuer interessieren. Tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt zwischen Wissenschaft, Adrenalin und Wetterextremen.
Bild: Superzelle © Bastian Werner
Vortrag von Sven Nürnberger
Montag 2.11.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Patagonien ist für seine einzigartige und formenreiche Pflanzenwelt bekannt. Aufgrund von Wetterscheiden und einer atemberaubenden Topografie entwickelten sich in dieser weiten Landschaft sehr unterschiedliche Vegetationstypen: Eine Welt zwischen kalten Regenwäldern, Mooren, alpinen Felsgesellschaften und ausgedehnten Steppengebieten.
Bild: Monte Tarn - Wald mit Magellan-Südbuche, Chilenischer Flusszeder und Magellanscher Winterrinde © Sven Nürnberger
Vortrag von Enno Stiller
Mittwoch 18.11.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Unter dem Titel „Haie – elegante und anmutige Räuber der Meere“ wird Enno Stiller, Vorsitzender der Deutschen Elasmobranchier-Gesellschaft e. V., auf die Evolution dieser beeindruckenden Tiere eingehen, ihre Rolle in den Ozeanen erklären und mit gängigen Mythen aufräumen. Zudem werden weniger bekannte Haiarten vorgestellt, und es wird über die Bedrohungen gesprochen, denen diese hochgradig gefährdete Tiergruppe heutzutage ausgesetzt ist. So wird auch der Schutz und Erhalt dieser Tiere ein wichtiges Thema des Abends sein. Neben interessanten Fakten und vertiefenden Einblicken bietet der Vortrag verschiedene Anschauungsmaterialien und kurze Filmaufnahmen, die den Abend zu einem Erlebnis werden lassen.
Bild: Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus) © Enno Stiller
Vortrag von Dr. Arthur Händler
Montag 7.12.2026, 19:30 Uhr – Lesecafé des Kulturforums, Am Freiheitsplatz 18a

Wie dokumentieren wir im 21. Jahrhundert gefährdete, oft übersehene Pflanzenarten in Hessen?
Der Vorsitzende der Botanischen Vereinigung für Naturschutz gibt Einblicke in moderne floristische Methoden, den Umgang mit kritischen Sippen und die Bedeutung der Roten Liste – begleitet von Erfahrungen aus Exkursionen und gezielten Nachsuchen von Pflanzenvorkommen in Hessen.
Bild: Feld-Kranz-Enzian (Gentianella campestris) © Dr. Arthur Händler
Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Tautz
Mittwoch 16.12.2026, 11:25 Uhr – Forum der Hohen Landesschule Hanau, Alter Rückinger Weg 53

Seit jeher wecken die Honigbienen durch ihre besondere Lebensweise und ihre Leistungen als staatenbildende Insekten unser Interesse und unsere Bewunderung. Brandschutzwände, Chorgesänge, Schlafverhalten, raffinierte Kommunikation, eindrucksvolle kognitive Fähigkeiten, geniale Raumklimagestaltung, all das und vieles mehr haben die Bienen zu bieten. Ein Ende immer neuer Einsichten und Entdeckungen ist nicht in Sicht. Im Vortrag werden einige der 43 Kapitel eines Buches, dessen Titel zugleich Titel des Vortrags ist, vorgestellt.
Zum Referenten:
Prof. Dr. Jürgen Tautz ist Emeritus der Universität Würzburg. Als klassischer Zoologe hat er in Jahrzehnten über zahlreiche Tierarten publiziert. Vor allem für seine Sachbücher, viele davon erschienen in mehreren Sprachen, ist er vielfach ausgezeichnet für vorbildliche Vermittlung von Wissen in eine breite Öffentlichkeit.
Bild: Honigbienen © Ingo Arndt