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Annalen der Wetterauischen Gesellschaft

In den ersten zehn Jahren nach ihrer Gründung hat die Wetterauische Gesellschaft die "Annalen" herausgegeben. Es erschienen 4 Bände mit jeweils 2 Heften; diese 2 Hefte liegen jeweils gemeinsam gebunden vor.

 

Erster Band (1809)

Heft 1 (1809) geht von Seite 1 - 168, Heft 2 (1809) von Seite 169 - 344. Dieser Band enthält insgesamt 32 Aufsätze, sowie Informationen der Gesellschaft, außerdem mehrere Kupfertafeln.

 

→ Dieser Band liegt digatalisiert vor unter www.deutsche-digitale-bibliothek.de

 

Einleitung

Indem die Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde dem Publikum das erste Heft ihrer Annalen übergibt, sei es ihr erlaubt, mit wenigen Worten anzudeuten, wie und warum sie sich gebildet hat. Schon längst hatte die Naturkunde in unseren Gegenden eine Menge Freunde, und unter diesen Männern von den ausgezeichnetesten Verdiensten gezählt. Es schien zweckmäßig die Bemühungen der Einzelnen auf einen Punkt zu leiten, mit gemeinschaftlichen Kräften weiter zu streben, und so im beengten Kreise des Lebens für das Große der Wissenschaft tätig zu sein.

Mit Eifer ward dieser Plan entworfen und ausgeführt. Eine kleine Anzahl verbundener Freunde gab dem Ganzen Haltung und Wirklichkeit (Jul. 1808). Bald traten nun andere schätzbare Männer der Gesellschaft bei, und so erweiterte sich dieser literarische Bund, über die Grenzen der vaterländischen Provinz, nach allen Teilen des gelehrten Europa hinaus.

Dankbar erkennt die Gesellschaft den Schutz, den Anteil, und den Beifall, den sie gefunden hat. Gerührt erwiedert sie das Zutrauen, das ihr von den ersten und größten Naturforschern des In- und Auslandes, und von so viel vortrefflichen Gelehrten aller Klassen geschenkt worden ist. Von jeher ward der Eifer des einsamen Forschers, durch solche Gesellschaften ermuntert, geleitet und für das Ganze benutzt; von jeher haben solche Verbindungen still und unvermerkt wie die Natur, aber auch kräftig und segensreich wie sie, für die Wissenschaft gewirkt.

Mit Freundschaft, mit Hochachtung schließt sich die Gesellschaft an die vorhandenen ähnlichen an. Mit Bescheidenheit legt auch sie ihre Erstlinge auf den Altar des heiligen Tempels nieder, der alle Freunde der Natur vereint. Möchte sie mit Glück ausführen, was sie mit Liebe begonnen hat, und möchte auch sie einst an dem unsterblichen Ruhme Teil nehmen, der unser Jahrhundert mit ewigem Glanze umstrahlen wird!

Hanau, am 1sten März 1809.

 

Inhaltsverzeichnis

1.Heft

2.Heft