Veranstaltungen 2010

Reisebericht von Klaus Brendicke

Montag 04.01.2010, 19:30, Goldschmiedehaus

Eine botanische Reise nach EstlandEstland, das Land ausgedehnter Wälder, stiller Moore und sanfter Küsten ist das Ziel einer Reise, auf die uns der Naturfotograf Klaus Brendicke mitnimmt. Er führt durch verschiedene Naturschutzgebiete der Insel Saaremaa, der größten Insel des Landes und zeigt Bilder der Flora, insbesondere der Orchideen dieses nordöstlichsten Landes der baltischen Staaten und streift auch weitere Sehenswürdigkeiten, Kultur und Museen und macht einen Rundgang durch die Hauptstadt Tallinn.

 

 

Vortrag von Prof. Dr. Werner Gnatzy

Donnerstag 14.01.2010, 19:30, Roter Saal des Schlosses Phillipsruhe

Ameisen sind seit Millionen von Jahren ein dominantes Element vieler Lebensräume unseres Planeten und sie gehören (im evolutionären Sinn) zu den erfolgreichsten Lebewesen der Erde. Sie verfügen über mit Düften markierte Straßennetze und verkehren ohne Staus auf diesen „Autobahnen“. Ameisen betreiben Pilzzucht und Weidewirtschaft, leben in einer Welt aus verschlüsselten Befehlsketten, produzieren wirkungsvolle Chemiecocktails und bilden gigantische Staaten. Dieser Erfolg läßt sich durch die perfekte Zusammenarbeit der einzelnen Tiere erklären. Ameise gehören zu den einfallsreichsten und vielseitigsten Insekten, die nach dem Motto "Der Einzelne ist nichts, die Gemeinschaft ist alles" leben.

In seinem Vortrag wird uns der Zoologe Prof. Dr. Werner Gnatzy in die faszinierende Welt der Ameisen einführen und einen Einblick geben, mit welchen Überlebensstrategien und "Tricks" die vielen verschiedenen Ameisenarten ihr Zusammenleben organisieren.

 

Vortrag von Ulrich Eidam

Montag 01.02.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

PantanalDas Pantanal im Herzen Südamerikas liegt zu seinem größten Teil in Brasilien, zu kleineren Teilen in Bolivien und Paraguay. Die Landschaft wird geprägt durch eine Regenzeit und eine Trockenzeit, die jeweils etwa 6 Monate dauern. Herr Ulrich Eidam hat bisher einen Teil des Pantanals zweimal zur Regenzeit und viermal zur Trockenzeit bereist. In der Trockenzeit ist das Gebiet ein Paradies für Tierfotografen. Vögel und Säugetiere konzentrieren sich auf die immer weniger werdenden Wasserstellen. Er versucht mit seinen Bildern einen Eindruck von der Reichhaltigkeit der Natur - besonders der Tierwelt - zu vermitteln und will damit bewusst machen, welche Naturschätze durch die Gefährdung dieses Gebietes in wenigen Jahren verloren gehen könnten.

 

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Stoll

Donnerstag 18.02.2010, 19:30 Uhr, Roter Saal des Schlosses Philippsruhe

TauerngoldWährend der Auffaltung der Alpen, die vor etwa 50 Mio. Jahren begann, sind in den granitischen Kernzonen auch Unregelmäßigkeiten entstanden, an deren Grenzen sich Schwermetalle, darunter auch Gold anreicherten. Dieses wurde wahrscheinlich schon zur Keltenzeit entdeckt und seither von den Römern und mittelalterlichen Bergleuten sogar noch nach Entdeckung der reicheren amerikanischen Goldvorkommen bis zum zweiten Weltkrieg mit wechselndem Erfolg abgebaut. Die wechselvolle Geschichte der Tauerntäler (Gastein und Rauris) ist dadurch entscheidend mit geprägt worden. Diese Entwicklung soll im Vortrag mit Bildern ergänzt dargestellt werden.

 

 

Vortrag von Prof. Dr. Volker Wissemann

Montag 01.03.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

Der botanische Garten GießenDer Botanische Garten Gießen, der der Forschungs- und Lehrgarten der Justus-Liebig-Universität Gießen ist, ist mit seiner 400-jährigen Tradition der älteste Garten Deutschlands, der noch immer am Gründungsort existiert. Seine Geschichte und Struktur ist das Resultat einer verwobenen Entwicklung von lokaler Universitätsgeschichte und nationaler bzw. internationaler Biologiegeschichte.

Heute entwickelt sich der Garten in Gießen im Rahmen seines Leitbilds "Garten der Evolution". Das Verständnis der Mechanismen, die die biologische Vielfalt entstehen lassen, ist der grundlegende Interessenschwerpunkt der Gartenentwicklung. Neben Forschung und Lehre nimmt Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. im "Implantarium", der Grünen Schule der JLU einen wichtigen Raum ein. Der Vortrag von Herrn Professor Dr. Volker Wissemann schildert die Entwicklung vom Hortus medicus der Gründungsphase hin zum "Garten der Evolution" heute.

 

Weitere Informationen zum Botanischen Garten Gießen unter www.uni-giessen.de/ueber-uns/botanischer-garten

 

Vortrag von Klaus-Dieter Hoffmann

Donnerstag 18.03.2010, 19:30 Uhr, Roter Saal des Schlosses Philippsruhe

Achate aus RheinhessenAchate sind die farbenprächtigsten Minerale unserer Erde. Sie sind nicht sehr häufig zu finden. Aber bei ausreichender Geduld kann man auch heute noch auf den Feldern oder in den Weinbergen Rheinhessens manch schönes Exemplar auflesen. Der Mineraliensammler Herr Klaus-Dieter Hoffmann aus Maintal hat in den letzten 30 Jahren eine sehr schöne Sammlung von Feldfunden aufgebaut. Die schönsten Exemplare wird er in seinem Vortrag zeigen. Ergänzende Informationen zur Entstehung und Bearbeitung von Achaten vervollständigen den Vortrag. Ebenso wird verschiedenes Anschauungsmaterial präsentiert.

 

 

Sonntag 18.04.2010

Exkursion zur Burg BrandensteinAn diesem Sonntag besuchen wir die Burg Brandenstein. Wir fahren in Fahrgemeinschaften mit privaten Autos. Wir treffen uns um 8:30 Uhr an der Bibliothek. Nach der Ankunft wird uns Herr Uwe Kretschmann mit einem kurzen Vortrag die Burg vorstellen und anschließend durch das Holzgerätemuseum führen. Im Siebold-Museum wird uns Herr von Brandenstein-Zeppelin führen. Herr Kretschmann wird für einen Mittagsimbiss sorgen. Anschließend unternehmen wir unter seiner Führung einen landschaftskundlichen Spaziergang in die Umgebung.

Vom bewaldeten Burgberg des Brandenstein wandern wir durch eine reizvolle frühlingshafte Landschaft des Unteren Muschelkalkes vorbei an Karstbächen, uralten Hutebuchen und hervorspitzenden Orchideen zum benachbarten Ebertsberg. Hier haben wir von einem der letzten Ausläufern der Rhön einen unübertroffenen Überblick über den Grabenbruch des Kinzigtales, der Spessart und Vogelsberg voneinander trennt. Am ehemaligen Benediktinerkloster in Schlüchtern treffen alle drei Mittelgebirgszüge sozusagen aufeinander, was der Gegend ja den Namen "Bergwinkel" eingetragen hat. Ebenfalls lassen sich die Elmer Eisenbahnkurve, der Elmer Bahnhofsbereich und zwei Tunnels von hier aus sehr gut überblicken. Die Haarnadelkurve soll die engste Deutschlands sein. Der nicht mehr existierende Elmer Bahnhof war ein überregional wichtiger Knotenpunkt im europäischen Eisenbahnverkehr des 19. Jahrhunderts - seine Bedeutung schmolz mit dem Bau des "Distelrasentunnels" bis 1914 dahin.

Zu dieser Exkursion melden Sie sich bitte bis spätestens zum 20.2.2010 in unserer Geschäftstelle an.

 

Informationen zur Burg Brandenstein und zu den beiden Museuen unter www.burg-brandenstein.de

 

Vortrag von Daniela Stehlik

Montag 26.04.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

LesothoLesotho ist ein kleines Land, gänzlich umschlossen von Südafrika. Ein friedliches, beschauliches Land, in das seit Jahrzehnten viel internationale Entwicklungshilfe fließt. Regelmäßig finden Wahlen statt, die Macht des Königs beschränkt sich –nach britischem Vorbild fast ausschließlich auf repräsentative Funktionen. Wichtige Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit sind also gegeben. In dem Vortrag werden Land und Leute sowie Entwicklungshilfeprojekte vorgestellt. Chancen und Grenzen der Entwicklungshilfe sollen an diesem Beispiel aufgezeigt werden. Die Referentin, Frau Daniela Stehlik, hat 14 Monate in Maseru, der Hauptstadt von Lesotho gelebt und für die Auslandshilfe des Arbeiter-Samariter-Bunds gearbeitet. Ihre Aufgabe bestand in der Unterstützung von einheimischen "Nicht-Regierungs-Organisationen."

 

HINWEIS: Aus Krankheitsgründen musste diese Veranstaltung leider abgesagt werden!
Im Jahr 2014 fanden Naturkundetage zum Thema "Spessart" in Bieber statt.


14. und 15.05.2010

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Wetterauischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Karl-Rehbein-Schule und der Cassebeer Gesellschaft. Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte akkreditiert. Sie findet im Gemeindebildungszentrum in Bad Orb, Würzburger Straße 13 statt.

Folgende Vorträge sind vorgesehen:

  • D. Mollenhauer: Der Spessart anhand seiner Biodiversität
  • J. Jung: Geomorphologie des Spessarts
  • S. Müller: Schuttdecken und Böden im Spessart
  • M. Demuth-Birkert: Schülerprojekte

Drei Exkursionen runden die im Vortragsteil besprochenen Themen ab:

  • M. Demuth-Birkert und D. Mollenhauer, Lochmühle: Gewässergütebestimmung, Molchfallen, Biberburg, Flutmulden, Wasserschlauchvorkommen
  • J. Jung: Landschaftsgeschichte und Böden im Spessart
  • H. Bachmann: Forstkundliche Exkursion im Bereich des Forstamtes Jossgrund, Wald und Forstwirtschaft im Spessart


Zu dieser Veranstaltung sind weitere Informationen verfügbar. Klicken Sie hier um diese herunter zu laden.

 

Donnerstag 03.06. bis Sonntag 06.06.2010

Die Wetterauer fahren in den Nationalpark Hainich

Die mehrtägige große Jahresexkursion der Wetterauischen Gesellschaft führt in diesem Jahr in den Nationalpark Hainich. Der Hainich ist ein Muschelkalkhöhenzug im Westen Thüringens, Teil des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal. 1997 zum Nationalpark erklärt, umfasst er ein Gebiet von 7.600 ha, überwiegend mit Laubmischwald mit einem reichen Bestand an Rotbuchen. Das Gebiet ist völlig siedlungsfrei und weist reiche Orchideenbestände auf. Es ist der Lebensraum von Wildkatzen, von Schwarzstörchen und von zahlreichen Fledermausarten; auch ist es ein Eldorado von totholzliebenden Käfern. Mit wenigen Worten: Der Hainich ist ein Urwald mitten in Deutschland.

Wenn Sie an dieser Exkursion teilnehmen wollen, wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle, bei der Sie ausführliche Informationen und Anmeldeformulare erhalten.

 

Exkursion mit Heinz Kalheber

Sonntag 13.06.2010

Exkursion im RheingauUm 8:30 Uhr treffen wir uns an der Bibliothek der Gesellschaft und fahren in Fahrgemeinschaften nach Rüdesheim, wo uns Herr Heinz Kalheber erwartet, der uns auf dieser Exkursion führen wird. Die Exkursion führt von Rüdesheim nach Assmannshausen. Der Weg verläuft mit sanften Anstiegen und Abstiegen durch die Weinberge. Bei „botanischem Tempo“ haben wir mit einer reinen Gehzeit von 2 1/2 bis 3 Stunden zu rechnen. Man hat längs des ganzen Weges immer einen schönen Blick auf den Rhein mit Nahemündung und Mäuseturm. Typische Weinbergspflanzen, deren Vorkommen in Hessen im Wesentlichen auf das Rheintal beschränkt ist, und wärmeliebende Felsvegetation sollen gezeigt und erläutert werden. Wenn wir Glück haben, können wir an der Burg Ehrenfels, oberhalb von der unser Weg vorbei führt, Wanderfalken beobachten. Vielleicht werden wir auch in diesem Gebiet brütenden Zippammern begegnen.

 

Am Mittwoch, dem 14.07.2010, führt Diplom-Biologe Martin Schroth von der Unteren Naturschutzbehörde Interessenten zu den Przewalski-Wildpferden und der Vegetation auf Sand-Magerrasenflächen des Campo Pond. Dieses Gebiet steht heute unter Naturschutz. Seit September 2009 lebt die aus fünf Stuten bestehende kleine Herde auf dem ehemaligen Übungsgelände der amerikanische Armee zwischen Großauheim und Wolfgang.

Wir treffen uns um 14:00 Uhr am Eingangstor von Campo Pond in der Neuwirtshäuser Straße. Autos können am etwa 300m entfernten Parkplatz des Waldfriedhofs abgestellt werden, Die Wegstrecke, die innerhalb des Naturschutzgebietes zurückgelegt wird, beträgt 2 - 3 km.

 

Sonntag 22.08.2010

Exkursion in den botanischen Garten und das Mathematikum GießenWir treffen uns um 8:30 Uhr an der Biblikothek der Gesellschaft und fahren in Fahrgemeinschaften nach Gießen. Um 10:00 Uhr empfängt uns Herr Professor Dr. Volker Wissemann am Eingang Sonnenstraße, um uns durch den Garten zu führen. Der Botanische Garten Gießen blickt auf eine 400-jährige Tradition zurück, in der sich wechselnde Epochen botanischer Forschung in der Gartengeschichte abbilden. Heute bestimmt thematisch die Vermittlung der Entstehung botanischer Vielfalt die Struktur des Gartens. Die Führung wird den Aspekt der Evolution des Pflanzenreichs aufgreifen und die vielfältigen Lebensformen in Beziehung zu ihrer Entwicklung vorstellen.

Am Nachmittag ist Gelegenheit, das 2002 von Albrecht Beutelspacher gegründete und von ihm fortlaufend weiter entwickelte "Mitmachmuseum" Mathematikum zu besuchen. Den Teilnehmern der Exkursion steht die Zeit im Mathematikum ebenso zur Verfügung wie der Zeitpunkt zur Rückkehr nach Hanau.

 

Exkursion mit Gerhard Jahn

Sonntag 19.09.2010

Wanderung in den Büdinger WaldWir treffen uns um 8:00 Uhr an der Bibliothek der Gesellschaft und fahren in Fahrgemeinschaften zum Dorfgemeinschaftshaus am Büdinger Weg in Wächtersbach – Waldensberg, wo uns Herr Gerhard Jahn trifft, der diese Wanderung führt. Waldensberg ist ein 1699 von Waldensern gegründeter Ort. Bei Rinderbügen können wir in einem Basaltbruch etwas über die Entstehung des Vogelsberges durch Vulkanismus im Miozän erfahren. Im Büdinger Wald berichtet Herr Jahn über die Geschichte des Braunkohleabbaus in dieser Gegend. Am "Waschbach", der ehemaligen Grenze zwischen Hessen-Darmstadt und Preußen findet man mächtige Tertiärquarzite und die historischen Grenzsteine und trifft auf die "Reffenstraße", das ist die ehemalige Fernstraße Fankfurt – Fulda.

 

Vortrag von Jürgen Eibich

Montag 04.10.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

BrasilienNeben den Highlights wie Iguazu, Rio und Salvador liegt der Schwerpunkt dieses Vortrages von Herrn Jürgen Eibich auf dem Nordosten des Landes, von Fortaleza bis Belem und dann Amazonien! Das Parnaiba-Delta, die wunderschöne Küste von Jeri bis Sao Luiz mit dem Nationalpark Lencois Maranhenses und den Ausflügen ins Landesinnere beeindrucken ebenso wie Belem das Tor zum Amazonas und der Besuch einer Fazenda auf der Insel Marajo im Amazonas-Delta. Dann natürlich der Fluss aller Flüsse: der Amazonas. Von Manaus, der Hauptstadt Amazoniens, geht es mit einem eigens gecharterten Amazonas-Boot 9 Tage den Rio Negro hinauf. Bis in die entlegenste Ecke - oft war der Regenwald kaum durchdringbar - führte die Fahrt mal mit dem Kanu, mal mit dem kleinen Motorboot zu dem größten Schatz Brasiliens: der Natur, dem Regenwald.

 

Sonntag 17.10.2010

Zusätzlich zu den im Veranstaltungskalender 2010 angekündigten Exkursionen nimmt die Wetterauische Gesellschaft eine weitere Exkursion zu einer besonderen Attraktion im Rhein – Main Gebiet in ihr diesjähriges Programm auf. Das zwischen Schwalbach, Sulzbach und Eschborn gelegene Arboretum hat eine Fläche von 76 ha. Es verdankt seine Entstehung einer Ausgleichsfläche für den Ausbau des Frankfurter Flughafens von 1981. Das Areal ist nach pflanzengeografischen Gesichtspunkten gegliedert und enthält die nordhemisphärischen Bereiche: westliches bzw. pazifisches Nordamerika, östliches oder atlantisches Nordamerika, Asien, Kaukasus, Kleinasien und Europa. Innerhalb dieser geografischen Unterteilungen ist es noch einmal nach Waldformen bzw. Waldgesellschaften untergliedert. Asien ist in die kontinentalen Bereiche Sibirien, Amurgebiet, Himalaya, China sowie die maritim beeinflussten Gebiete Sachalin, Japan und Korea aufgegliedert.

Bei unserem Rundgang werden wir uns einen Überblick über die Gesamtanlage und die einzelnen Gesellschaften verschaffen. Unser Augenmerk richten wir dabei auf besonders wichtige und bemerkenswerte Gehölzarten. Wie werden uns sicher an der Herbstfärbung, vor allem von Bäumen des atlantischen Nordamerika und Ostasiens,erfreuen können. Die Führung übernimmt Herr Dr. Ulrich Hecker. Wir treffen uns um 8:30 Uhr an der Bibliothek in Hanau und fahren von dort aus in Fahrgemeinschaften mit Privat-PKWs. Im Arboretum gibt es keine Einkaufsmöglichkeit, so dass die Mitnahme einer Erfrischung angeraten wird. Da wir auch durch höheres Gras laufen müssen, ist festes Schuhwerk erforderlich.

 

Weitere Informationen zum Arboretum Main-Taunus finden Sie unter www.arboretum-main-taunus.de

 

Vortrag von Dr. Johannes Gottfried Mayer

Donnerstag 21.10.2010, 19:30 Uhr, Roter Saal des Schlosses Philippsruhe

Die Geschichte der KlostergärtenMönch (bzw. Nonne), Kloster und Garten gehören zusammen. Die europäische Gartenkultur hat in den Klostergärten eines ihrer wichtigsten Vorbilder. Der Klostergarten war der Ort der körperlichen Arbeit, er diente der angestrebten Selbstversorgung aber auch der Meditation. Die Pflanzen stehen für die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung, die Natur war neben der Bibel das wichtigste "Buch" für die Gotteserkenntnis. Weil es in den Klöstern schon bald Spezialisten gab, wurde das Kloster zu einem Ort der Kultivierung von Pflanzen. Neben dem Klostergarten befand sich der Lagerraum für die getrockneten Kräuter, Ausgangspunkt der ersten Apotheken. Der Vortrag von Herrn Dr. Johannes Gottfried Mayer zeigt nicht nur die Entwicklung, sondern geht auch auf die konkret angebauten Pflanzen ein und beschreibt die damaligen und die modernen Anwendungsgebiete.

 

 

 

Reisebericht von Manfred Gutermuth

Montag 01.11.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

Eine Reise durch NorwegenDer Vortragende, Herr Manfred Gutermuth, unternahm mit zwei Freunden eine vierwöchige Reise im Wohnmobil, die ihn 8300 Kilometer durch Norwegen führte. Von Hirtshals in Dänemark ging es per Schiff nach Kristiansand und durch das Sedestal bis nach Bergen. Mit der „Flamsbahn“, einer speziellen Touristenattraktion Westnorwegens ging es nach Mirdal. Weiter führte die Route durch den Geirangerfjord nach Trondheim. Von den Lofoten, wo einige Tage Rast eingelegt wurden, führte eine Schiffsreise nach den Vogelinseln um Rost und von Sto aus ergab sich die Möglichkeit einer Walbeobachtungsfahrt. Auf der Rückfahrt zum Polarkreis wurde eine Reihe von Wildtieren (Luchs, Bär, Wolf) beobachtet. Durch das Dovrefjell (Nationalpark mit Moschusochsen) über Lillehammer entlang der schwedischen Küste wurde das Reiseende in Deutschland erreicht.

 

Vortrag von Dr. Konrad Klemmer

Donnerstag 18.11.2010, 19:30 Uhr, Roter Saal des Schlosses Philippsruhe

Maria Sibylla Merian und ihr Einfluss auf das Werk von August Johann Rösel von RosenhofDie 1647 in Frankfurt am Main als Tochter des Kupferstechers Matthäus Merian d.Ä. geborene Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian war eine herausragende Frauenpersönlichkeit des 17. Jahrhunderts. Sie war die Erste, die ihre naturkundlichen Beobachtungen insbesondere von Insekten und Amphibien und deren Metamorphose nicht nur in exakten Zeichnungen festhielt, sondern dazu auch Fundumstände, Jahreszeit, Wetterbedingungen und gegebenenfalls auch die Futterpflanzen notierte. Die Krönung ihres Lebenswerkes war ihre Reise in die holländische Kolonie Surinam und die Auswertung ihrer Beobachtungen in dem Prachtwerk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ ab 1705. Maria Sibylla Merian starb 1717 in Amsterdam, hoch geachtet in der wissenschaftlichen Welt.

Dem 58 Jahre jüngeren August Johann Rösel von Rosenhof wurden Merians Tafeln zum nie erreichten Vorbild. Er erweiterte die naturkundlichen Darstellungen jedoch mit anatomischen Einzelheiten. Beide Künstler versuchten, den Betrachter ihrer Werke nicht nur durch ästhetischen Genuss sondern auch mit solider Information zu fesseln.

 

Diavortrag von Joachim Steudel

Montag 06.12.2010, 19:30 Uhr, Goldschmiedehaus

Insekten im Küstenbereich des MittelmeerraumsDas Mittelmeer wird von drei Kontinenten begrenzt. Einschließlich der vielen Tausend Inseln gehören Südeuropa, Nordafrika und Vorderasien als transkontinentale Regionen zu diesem Großraum. Ebenso wie die geschichtlich-kulturelle Entwicklung sind auch Fauna und Flora am Mittelmeer außerordentlich vielfältig. Jeder an der Natur interessierte Mensch nimmt bei Reisen in südliche Gefilde sicher viele und hoffentlich positive Begegnungen mit Insekten mit nach Hause. Der Diavortrag des Herrn Joachim Steudel möchte mit einer Auswahl von Nah- und Makroaufnamen von Insekten im atlantisch beeinflußten Klima Portugals bis zu den heißen Wüstenstaaten Nordafrikas weiteres Interesse an der Insektenwelt bei künftigen Touren durch den Süden wecken.

 

 

Reisebericht von Herbert Oberheim

Donnerstag 16.12.2010, 19:30 Uhr, Roter Saal des Schlosses Philippsruhe

Kuba, die Perle der KaribikBei dem Namen Kuba fallen uns spontan Zigarren, Rum, Salsa, Bueno Vista Social Club und Fidel Castro ein. Diese haben den Ruf von Kuba sicherlich bis heute nachhaltig geprägt. Und sie beherrschen immer noch das Leben auf Kuba. Kuba ist eine Insel wie keine in der Karibik. Musik, Rum und Galgenhumor helfen den Kubanern, ihren Alltag mit all seinen Hürden zu ertragen. Ihre mitreißende Lebenslust und eine bewundernswerte Improvisationskunst helfen ihnen die Mangelgesellschaft zumeistern. Kuba ist die größte Insel der Antillen mit rund 4.000 großen und kleineren Inseln die parallel zur 5.700 Kilometer langen Küste im Karibischen Meer und im Atlantischen Ozean verstreut sind. Die Insel ist weithin bedeckt mit wogenden Zuckerrohrfeldern, sattgrünen Tabakpflanzen, Palmen- und Guavehainen. Kutschen und Ochsengespanne, klapprige Oldtimer und kubanische Cowboys hoch zu Ross sowie eine Armada aus Fahrradfahrern prägen bis heute das Bild auf den Provinzstraßen. Eine Insel, auf der die Zeit an manchen Orten tatsächlich stehen geblieben ist. Die Faszination, die diese Insel ausstrahlt, hat den Hobbyfotografen Herbert Oberheim schon lange beschäftigt. Endlich Anfang 2009 hatte er die Gelegenheit mit einer kleinen Fotogruppe und einem kubaerfahrenen Reiseleiter die Insel fotografisch zu erforschen. Die Reise begann in der Metropole Havanna, eine der schönsten Städte der Welt. Im Osten das landschaftlich reizvolle Tabakanbaugebiet Vinales. Der tropische Westen mit den Städten Trinidad, Cienfuegos, Camaqüey, Santiago de Kuba und Baracoa. Jede für sich ein fotografisches Juwel. Eine individuelle Tour durch Kuba ist wie Eintauchen in eine längst vergangene Zeit und wirkt bei dem Fotografen auch heute noch immer nach.